Der Wasserverbrauch in der Automobilindustrie

Mar 14, 2016 by

Für die Produktion eines Autos werden durchschnittlich 380.000 l Wasser verbraucht. Da viele Teile in der industriellen Fertigung auf Kühlung angewiesen sind, fallen die Einsparungen in diesem Bereich sehr gering aus. Es wäre der Moment gekommen, um die Industrie zu zwingen sich für Wassersparende Maßnahmen einzusetzen. In den letzten Jahren wurden schon viele Projekte in dieser Richtung verwirklicht. Leider aber noch nicht genug um wirklich etwas bewirken zu können.

Da speziell in der Automobilindustrie Abwässer generiert werden, die verschmutzt oder kontaminiert sind, setzt die Industrie vermehrt auf die Wiedergewinnung des Wassers. In den letzten Jahren verzichteten viele Hersteller auf Industrielacke auf Lösungsmittelbasis. Es werden immer mehr Farben eingesetzt, die sich mit Wasser verdünnt lassen. Dadurch wurde  ein wichtiger Schritt im Umweltschutz gemacht. Leider sind die Abwässer, die dadurch generiert werden, stark kontaminiert. Die Fahrzeughersteller sind gezwungen die Fahrzeuge in vielen verschiedenen Farbkombinationen anzubieten. Das verringert die Möglichkeit, die entstandenen Abwässer innerhalb ihre Anlagen zu regenerieren.

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Wasser sparen bei der Jeansherstellung

Mar 14, 2016 by

Der Druck der Konsumenten zeigt langsam auch in der Textilindustrie Wirkung. Denn besonders hier werden große Mengen an Wasser benötigt. Für die Erstellung einer Baumwoll-Jeans werden durchschnittlich 8000 l Wasser verbraucht. Größtenteils wird dieses Wasser in den Färberanlagen der Industrie benutzt. Seitdem die Zahlen öffentlich zur Verfügung stehen, setzen die Verbraucher die Unternehmen merklich unter Druck.

Der Jeanshersteller Levis stellte vor kurzer Zeit eine neue Hose vor, die 95 % Wasser bei der Veredelung des Produktes einspart. Da dieser Prozess aber nur den kleinsten Teil des Wasser- Verbrauchs bei der Herstellung darstellt, ist der gewünschte Erfolg beim Verkauf dieser Hose nie eingetreten. Trotzdem konnte durch diese Einsparungsmaßnahmen Wasser für mehr als 157.000 Menschen jährlich zugänglich machen. Im gesamten ist diese Entwicklung sehr positiv, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn man bedenkt, das zweieinhalb Mal mehr Personen an Wassermangel leiden als in den vereinigten Staaten leben, ist das ein nichtssagender Erfolg.

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Wassereinsparungen in der Getränkeindustrie

Mar 14, 2016 by

Für die Industrie spielten bis vor kurzer Zeit die Kosten für das Wasser noch keine Rolle. Die Industrie benötigt weltweit nur ungefähr 20 % der Wasserressourcen. 70 % werden von der Landwirtschaft genutzt. Daher gab es noch keinen Grund in Wassersparende Maßnahmen zu investiere. Global gesehen ist der Anteil des Wasserverbrauchs für die Getränkeindustrie relativ gering. Unter Betracht der Verbrauchszahlen bemerkt man eine Veränderung.

Der amerikanische Bierhersteller Miller besitzt 139 Brauereien auf sechs Kontinenten. Insgesamt benötigt man 8,4 Billionen l Wasser im Jahr für die Produktion. Das ist mehr als das Doppelte was dieses Land jährlich an Süßwasser benötigt. Der durchschnittlichen Verbrauch liegt in Mitteleuropa bei 40 l Frischwasser um 1 l Bier zu produzieren. In Südafrika steigt der Anteil dagegen bis zu 155 l Frischwasser für die gleiche Menge an Bier. Man hat dieses Risiko erkannt und versucht ein globales Wassermanagement einzuführen.

Die Getränkeindustrie wird immer mehr von den Konsumenten unter Druck gesetzt, um effizientere Produktionsmethoden zu benutzen. Speziell die Firma Coca-Cola musste dies in ihrer Produktionsstätte in Indien erfahren. In einer Dürreperiode wurden man die Abfüllanlage für mehrere Wochen zwangsläufig geschlossen. Lokale Politiker setzten die Firma unter Druck und behaupteten dass sie die Wasserreserven förmlich aufsaugen. Coca-Cola behauptete, dass ihre Anlagen den Wassermangel nicht verursacht hätten, dennoch erzeugte die Aktion einen weltweiten Aufschrei. Studenten in Groß Britannien und Nordamerika gingen auf die Straßen und forderten rechtliche Konsequenzen für die Firma.

Obwohl die amerikanische Brauereiorganisation von nicht alkoholischen Getränken behauptet, nicht mal 0,03 % des Grundwassers in den vereinigten Staaten zu verbrauchen, werden immer mehr Konsumenten kritischer gegenüber der Getränkeindustrie. Die Erkenntnis, das für die Produktion einer Dose Coca-Cola von 0,3 l über 70 l Wasser benötigt werden, sind die Zahlen äußerst bedenklich.

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Das MGM Casino Resort in Las Vegas

Mar 14, 2016 by

Las Vegas ist eine der wohl unnatürlichsten Stellen auf unserer Erde. Mitten in der Wüste in Nevada wurde eine Stadt gebaut, die jährlich 40 Millionen Personen empfängt. In einer unnatürlichen Umgebung und für den Menschen unnormaler Form, wurde ein künstliches grünes Paradies geschaffen. Alle Ressourcen die nötig sind um eine so große Menge von Touristen anzulocken, müssen von außerhalb eingekauft werden. Die einzige Möglichkeit an natürliches Wasser zu kommen, ist der Colorado River. Dieser fließt in den unnatürlichen See Lake Mead, der durch den Hoover Staudamm entstand. Der Verbrauch des Staats stieg in den letzten Jahren so an, dass der künstliche See über 30 m seines Wasserstandes verlor.

Obwohl die Casinos in Las Vegas nur einen kleinen Teil an der Wasserverbrauch der Stadt beitragen, wurden in dem MGM Casino große Einsparungsmaßnahmen eingeleitet. Die Geschäftsführung versuchte die größtmögliche Wassermenge einzusparen ohne dass die Besucher eingeschränkt wurden. Um den höchst größten Erfolg zu erzielen, wurden spezielle Duschköpfe entwickelt, um möglichst viel Wasser einsparen zu können. Den Besucher fällt gar nicht auf das er beim Duschen viel weniger Wasser zur Verfügung hat. Als zweite große Maßnahme wurden alle Klimaanlagen der Anlage modernisiert. Abgesehen von den großen Spielhallen und den Vorführräumen, müssen fast 700 Hotelzimmer täglich auf Temperatur gehalten werden. MGM beziffert die Einsparungen in den letzten Monaten mit über 5 Millionen l Wasser.

Damit ist das Wasserproblem von Las Vegas bei weitem noch nicht gelöst. Die Hotelanlage, die bis zu 109.500 Gäste täglich bewirtschaften, benötigen nur rund 8 % des kompletten Wasserverbrauchs der Stadt. 92 % des gesamten Wasserverbrauchs geht auf Kosten der Privathaushalten. Das Einsparungspotenzial bei den Privathaushalten ist somit eines der wichtigsten Faktoren für die Zukunft von Las Vegas.

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Einsparung im Indirekten Wasserverbrauch

Mar 14, 2016 by

Im Durchschnitt verbraucht jeder Mitbürger in Deutschland durchschnittlich 130 l Wasser pro Tag. Der geringste Anteil davon wird tatsächlich getrunken. Wenn man das auf eine Bevölkerungszahl von 80 Millionen Menschen hochrechnet, ergibt das eine Summe von 3.000.796.000 m³ Wasser. Das ist eine unglaublich hohe Zahl, um sie sich besser vorstellen zu können machen wir einen Vergleich. Der Bodensee enthält 48 Millionen m³ Wasser, diesen könnten wir mit dem Gesamtverbrauch in Deutschland in 14 Tagen lehren.

Das ist aber noch nicht einmal der Verbrauch der uns am meisten ängstigen sollte. Der indirekte Wasserverbrauch beträgt 5300 l pro Tag um die Waren herzustellen, die wir täglich konsumieren. Selbst wenn wir rigoros in unseren Haushalten Wasser einsparen, ist das nur ein kleiner Anteil an unserem Verbrauch. Nur durch den Konsum von 1 kg Rindfleisch sind wir für den Verbrauch von bis zu 20.000 l verantwortlich.

Für die Produktion einer kleinen Dose Coca-Cola von 0,3 l werden 1000 Liter Wasser benötigt.

Das zeigt, dass nicht nur der Konsum in den Haushalten sich ändern muss, sondern  gravierend die Essgewohnheiten. Werden weiterhin mehr als 1000 l Wasser vergolden, um 1 kg Brot herzustellen, wird es schwer sein die zukünftige Wasserversorgung aufrechterhalten zu können. Die Konsumenten müssen klaren Zeichen setzen, um der Industrie die Möglichkeit zu geben, ihre Produktionen umzustellen. Wird die Form der heutigen Konsumgewohnheiten nicht verändert , besteht die Gefahr, das Wasser in den nächsten Jahrzehnten einer der teuersten Faktoren sein wird, um den bisherigen Lebensstandard zu sichern. Das Bewusstsein der  Konsequenzen, die eine Konsumgesellschaft mit sich bringt, die nicht verantwortlich mit den Naturressourcen umgeht, muss schnell entstehen.

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