Wassereinsparungen in der Getränkeindustrie

Mar 14, 2016 by

Für die Industrie spielten bis vor kurzer Zeit die Kosten für das Wasser noch keine Rolle. Die Industrie benötigt weltweit nur ungefähr 20 % der Wasserressourcen. 70 % werden von der Landwirtschaft genutzt. Daher gab es noch keinen Grund in Wassersparende Maßnahmen zu investiere. Global gesehen ist der Anteil des Wasserverbrauchs für die Getränkeindustrie relativ gering. Unter Betracht der Verbrauchszahlen bemerkt man eine Veränderung.

Der amerikanische Bierhersteller Miller besitzt 139 Brauereien auf sechs Kontinenten. Insgesamt benötigt man 8,4 Billionen l Wasser im Jahr für die Produktion. Das ist mehr als das Doppelte was dieses Land jährlich an Süßwasser benötigt. Der durchschnittlichen Verbrauch liegt in Mitteleuropa bei 40 l Frischwasser um 1 l Bier zu produzieren. In Südafrika steigt der Anteil dagegen bis zu 155 l Frischwasser für die gleiche Menge an Bier. Man hat dieses Risiko erkannt und versucht ein globales Wassermanagement einzuführen.

Die Getränkeindustrie wird immer mehr von den Konsumenten unter Druck gesetzt, um effizientere Produktionsmethoden zu benutzen. Speziell die Firma Coca-Cola musste dies in ihrer Produktionsstätte in Indien erfahren. In einer Dürreperiode wurden man die Abfüllanlage für mehrere Wochen zwangsläufig geschlossen. Lokale Politiker setzten die Firma unter Druck und behaupteten dass sie die Wasserreserven förmlich aufsaugen. Coca-Cola behauptete, dass ihre Anlagen den Wassermangel nicht verursacht hätten, dennoch erzeugte die Aktion einen weltweiten Aufschrei. Studenten in Groß Britannien und Nordamerika gingen auf die Straßen und forderten rechtliche Konsequenzen für die Firma.

Obwohl die amerikanische Brauereiorganisation von nicht alkoholischen Getränken behauptet, nicht mal 0,03 % des Grundwassers in den vereinigten Staaten zu verbrauchen, werden immer mehr Konsumenten kritischer gegenüber der Getränkeindustrie. Die Erkenntnis, das für die Produktion einer Dose Coca-Cola von 0,3 l über 70 l Wasser benötigt werden, sind die Zahlen äußerst bedenklich.

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