Wie kann ein Wasserturm eine nachhaltige Wasserlösung sein?

Mar 14, 2016 by

Ab 1840 wurden in Deutschland Wassertürme zu Versorgung für den Trinkwasserbedarf eingesetzt. Im 19. Jahrhundert kam es dann zu flächendeckenden Versorgungslinien in deutschen Großstädten. Die Wassertürme hatten die Funktion, den Wasserdruck zu den einzelnen Abnehmern immer konstant zu halten. Den größten Vorteil boten sie aber bei der Trennung von Trinkwasser und verschmutzten Wasser. Da die Industrie in dieser Zeit stetig anwuchs und noch keine geregelten Abwassermöglichkeiten hatte, wurden die Abwässer einfach in die nächsten Flüsse geleitet. Das gleiche passierte mit den Abwässern aus den Haushalten. Durch die Verschmutzung des frischen Trinkwassers war die Gefahr von Epidemien sehr groß.

Wassertürme halfen dabei Frischwasser getrennt aufbewahren zu können. Technisch gesehen bieten sie die Möglichkeit, ein Versorgungsnetz aufzubauen, ohne auf große Pumpen oder Versorgungssysteme zurückgreifen zu müssen. Es wird nur ein System benötigt das die Wasserbehälter immer wieder auffüllt. Dieses geschieht durch eine Füll Pumpe, die in der Nähe des Frischwasserreservoir liegen sollte.

 

In den Entwicklungsländern, die noch über keine geregelte Frischwasser Versorgung verfügen, bieten Wassertürme große Vorteile. Da in ihnen der Wasserdruck immer konstant bleibt, können dadurch lange Leitungswege versorgt werden. Die meisten Problemzonen in den Entwicklungsländern haben kein Abwassersystem, dass Frischwasser von den verschmutzten Abwässern trennen kann. Die Benutzung von Wassertürmen vermindert so die Gefahr von Krankheiten durch verschmutztes Wasser. Der Energieaufwand für die Befüllung der Wassertürme wird nur an einem Punkt benötigt. Eine flächendeckende Energieversorgung für ein Pumpensystem ist dadurch nicht mehr notwendig.

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